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Glaubhafte Buchcharaktere schaffen – so geht es!

Glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, ist gar nicht so einfach, wie manch einer vielleicht denken mag. Auf der einen Seite müssen diese Charaktere so lebendig und echt sein, wie die Menschen aus dem Leben, auf der anderen Seite stehen sie oft vor Schwierigkeiten, die uns in der Realität eher nicht begegnen. Zwischen Glaubwürdigkeit und Spannung ist Balance notwendig. Der Buchcharaktere sind eine ganz eigene Menschenform, in der Buchbranche auch liebevoll „homo fictus“ genannt.

Was aber macht einen glaubwürdigen Charakter aus?

  • Er hat eine Geschichte. Auch wenn diese nur angerissen wird, muss der Autor sie kennen und benutzen, um einen Charakter mehrdimensional und authentisch zu machen.
  • Er verhält sich nachvollziehbar. Willkürliche, nicht nachvollziehbare Handlungen, sind das sicherste Mittel, um Leser vor den Kopf zu stoßen. Widersprüchliche Handlungen hingegen sind großartig, denn sie befeuern den Konflikt einer Geschichte.
  • Er hat eine gute Mischung an Eigenschaften. Ein immer guter Held, eine immerzu perfekte Heldin, ein ständig böser Bösewicht – geht es noch langweiliger? Um Spannung aufzubauen, müssen Charaktere vom vorgegebenen Schema abweichen – nur so identifizieren die Leser sich mit ihnen.

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Geballte Schreiberfahrung gegen Schreibblockaden

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Enric Fradera via flickr (CC BY-ND 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

Wenn wir von unserem Beruf als Ghostwriter erzählen,  werden wir häufig gefragt, wie wir mit Schreibblockaden umgehen. Immerhin kann man kreatives Arbeiten doch nicht erzwingen, oder? Tatsächlich haben wir uns im Laufe der Zeit einige Techniken angeeignet mittels derer wir relativ erfolgreich lästige Schreibblockaden wieder loswerden.

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Seit Kindertagen verrückt nach guten Geschichten – das Ghostwriter-Team

Wir vom Ghostwriter-Team haben das große Glück, dass wir unsere Leidenschaft zu unserem Beruf machen konnten. In jedes Buch, das wir schreiben, legen wir all unsere Kreativität und unser Engagement. Aber woher kommt diese Begeisterung für Bücher eigentlich? Wir haben uns auf Spurensuche in unsere Kindheit begeben und entdeckt: Dass wir drei später alle einen Beruf rund um Bücher ausüben würden, stand irgendwie schon immer fest.

Peter 2Na, wem gehört das freche Grinsen? Na klar, das ist unser Hahn im Korb, Herr Peter Marsh. Schon als kleiner Dreikäsehoch hat er sich gern verrückte Geschichten ausgedacht und über einen gelungenen Streich mehr als herzlich lachen können. Seine Lieblingsbücher? Selbstverständlich alles rund um Indianer. Um J.F. Coopers „Der Bienenjäger“ lesen zu können, brachte er sich als Knirps sogar Frakturlesen bei – handelte es sich doch um eine steinalte Ausgabe seines Großonkels. Aber einen echten Entdecker hält eben nichts auf. Außerdem konnte er sich als Kind und Jugendlicher für Klassiker wie „Der Zauberer von OZ“ begeistern, aber auch für die wildromantischen Erzählungen „Adlers Dank“ von Edith Klatt und W. Heinrich „Die Söhne der großen Bärin“. Schon bei den Titeln hört man das Lagerfeuer knistern und die Prärie unter den Mokassins die Fußsohlen kitzeln. Kein Wunder also, dass er auch als Erwachsener gerne Geschichten erzählt.

das Éeny 2Erkennen Sie die Dame mit der steilen Frisur? Richtig, das ist das Gegenstück zu Herrn Peter Marsh, Frau Eeny Marsh. Schon als kleiner Knopf konnte sie nicht genug von spannenden Geschichten bekommen – die optimale Vorbereitung, um später für andere zu schreiben. Ihre Lieblingsbücher waren Kinderbuchklassiker wie „Die drei kleinen Schweinchen“, „Ecke Necke Pen“, die Märchen von Hans Christian Andersen und Wilhelm Hauff und Abenteuerromane wie „Robinson Crusoe“. Ein wenig Wilder Westen darf natürlich nicht fehlen – auch „Winnetou 1 bis 3“ gehörten zur Lektüre. Die Haare stehen ihr heute übrigens höchstens noch bei Logik- und Grammatikfehlern zu Berge.

SarahWer schaut denn da so andächtig? Natürlich, die Dritte im Bunde. Frau Sarah Rubal hat schon in der 1. Klasse ganze Buchreihen unter der Bettdecke im Licht der Taschenlampe gelesen und dabei so ziemlich alles verschlungen, was sie finden konnte. Der größte Lesespaß waren für sie „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Grahame, die Bücher von Ottfried Preussler, später die von Wolfgang Hohlbein und natürlich darf auch der gute „Lederstrumpf“ in dieser Sammlung nicht fehlen. Heute liest und hört sie sich queerbet durch die Bestsellerlisten.

Ich habe schon meine Kinderbücher umgeschrieben

Doreen Marsh
Doreen Marsh

Vor ein paar Tagen fand ich eine interessante Mail in unserem Postfach – die ich samt Antwort – natürlich mit dem Einverständnis unserer Kundin – hier veröffentliche, denn ich bin mir sicher, dass noch mehr Menschen da draußen gerne wissen möchten, wer eigentlich hinter dem Ghostwriter-Team steckt:

„Hallo liebes Ghostreiterteam,

seid ihr nur drei, oder gibt es auch noch mehr von euch? Mich würde auch interessieren, wie speziell Doreen zu diesem Beruf gekommen ist. Sie kommt mir so unheimlich bekannt vor. Der Vorname stimmt noch, aber ich glaube, ich habe sie früher wirklich öfter gesehen, bin mir da aber nicht so ganz sicher. Mein Mann sagte mir, bevor wir euch mit unserem eigentlichen Anliegen kontaktieren, soll ich einfach mal nachfragen, damit ich endlich Ruhe gebe, ob es die Doreen ist, welche uns früher immer so lieb betreute und warum sie jetzt Bücher schreibt. Allerdings weiß man ja, wie klein die Welt oft ist.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.“

Ann-Marie H. aus Neubrandenburg

Das war meine Antwort:

„Hallo liebe Ann-Marie,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Fragen, die ich gern beantworten will.
Da wir über unsere Autoren oft am Ende eines biografischen Romans alles, nicht nur aus dem privaten Bereich, wissen, sollten Autoren im Gegenzug natürlich auch das Recht haben, etwas über uns zu erfahren.

Zu Ihrer ersten Frage; ja, wir sind nur drei Autoren. Leider, denn Arbeit gibt es reichlich. Gerade der Beruf des Ghostwriters setzt jedoch einige Eigenschaften und Verhaltensregeln voraus, welche unerlässlich sind.

Liebe Ann-Marie, es ist gut möglich, dass Sie mich tatsächlich noch aus Neubrandenburg kennen. Ich komme beruflich ursprünglich aus dem Bereich Finanzen und Recht und hatte so natürlich mit sehr vielen Menschen zu tun.
Ich habe mit dem Schreiben schon als kleines Mädchen begonnen und erzähle es  im Detail hier zum ersten Mal.

Ich „borgte“ mir oft die Taschenlampe von meinem Bruder, der sich dann wunderte, dass die Batterien so schnell leer waren. Damit ließ es sich aber prima unter der Bettdecke lesen, wenn man noch nicht schlafen wollte. So verschlang ich schon sehr früh viele Bücher. Allerdings war ich oft anderer Meinung als die Schriftsteller. Die Wege, welche die Helden in den Büchern einschlugen, waren oft nicht meine.

Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Kinderbuch, dessen Ende mir überhaupt nicht gefiel. Ich trennte die „falschen“ Seiten kurzerhand heraus, schrieb den jeweiligen Part so, dass er mir gefiel und natürlich auch das „richtige“ Ende der Geschichte. Mein Bruder half mir dann, die neuen Seiten ordentlich in das Buch zu kleben.

Das Problem war nur: ich hatte vergessen, dass es nicht unser Buch war, sondern eins aus der Bücherei. Das gab Ärger!

Später, als ich meinen Mann traf, entwickelte sich alles wie von selbst und auch ich folgte dann mit dem Ghostwriten meiner eigentlichen Berufung: Dem Schreiben.

Ihre Doreen Marsh“