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Was ist ein Ghostwriter?

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theilr via flickr (CC BY-SA 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Diese Frage hören wir oft, wenn wir von unserem Beruf erzählen. „Was ist denn ein Ghostwriter?“ Wikipedia definiert einen Ghostwriter folgendermaßen:

Ein Ghostwriter (wörtlich: Geisterschreiber), auch Auftragsschreiber, ist ein Autor, der im Namen und Auftrag einer anderen Person schreibt.

Ghostwriter werden im Auftrag eines Verlages, einer vermittelnden Agentur oder eines Autors tätig, insbesondere wenn der in der Titelei ausgewiesene Autor nicht genügend Zeit oder keine ausreichenden Fähigkeiten besitzt, um „sein“ Werk selbst zu verfassen.

Das trifft es schon ziemlich gut, umfasst aber nicht die Tätigkeiten, die zur Arbeit eines Ghostwriters gehören.

Zunächst ist da der persönliche Kontakt: Nur wenn zwischen Auftraggeber und uns eine gewisse Sympathie besteht und wir uns in unserem Innersten für das Thema eines Buches erwärmen können, nehmen wir einen Auftrag an. Klingt nicht so, als sei uns das Geld verdienen wichtig? Doch das ist es, denn das Ghostwriter-Team ist ein Unternehmen, das vom Ghostwriting lebt. Aber wichtiger als der Umsatz ist für uns die Qualität, die wir abliefern. Wir möchten, dass unsere Kunden rundum zufrieden sind und am Ende auch wirklich IHR Buch in den Händen halten. Wenn wir einen Autor auf seiner Reise zu 150, 300 oder 500 Seiten Manuskript begleiten, verbringen wir viel Zeit zusammen und lernen uns kennen. Nur wenn wir gut kommunizieren und uns mit viel Wertschätzung begegnen, kann daraus etwas richtig Gutes werden. Natürlich stehen wir in einem geschäftlichen Verhältnis zueinander, doch die Freundschaft und die Freude am Schreiben dürfen dabei nie zu kurz kommen.

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Wenn Ghostwriter Geschichten erzählen

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jimmy brown via flickr (CC BY 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Unser Beruf bringt es mit sich, dass wir sehr unterschiedlichen Menschen begegnen. Manchmal sind es Leute, die eine aufregende und ungewöhnliche Lebensgeschichte zu erzählen haben – von verzwickten Beziehungskisten über schwere Krankheiten, ungewöhnliche Familienkonstellationen oder spannende Berufe. Wir hören ihnen zu und lassen dabei vor unserem inneren Auge bereits das Buch entstehen, das sich aus diesen Gesprächen ergibt. Dabei steht für uns steht der Kunde im Mittelpunkt, denn dieser muss sich am Ende mit dem Geschriebenen, das ja seine ureigenste Lebensgeschichte oder Biografie erzählt, identifizieren. Hier ist eine Menge Einfühlungsvermögen gefragt!

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Das Ghostwriter 1 x 1

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Tyler Nienhouse via flickr (CC BY-SA 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Erfolgreiches Ghostwriting muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit am Ende ein Buch herauskommt, mit dem sich unsere Kunden voll und ganz identifizieren können und das die Leser überzeugt. Das Einmaleins eines guten Ghostwriters umfasst folgende Punkte:

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Seit Kindertagen verrückt nach guten Geschichten – das Ghostwriter-Team

Wir vom Ghostwriter-Team haben das große Glück, dass wir unsere Leidenschaft zu unserem Beruf machen konnten. In jedes Buch, das wir schreiben, legen wir all unsere Kreativität und unser Engagement. Aber woher kommt diese Begeisterung für Bücher eigentlich? Wir haben uns auf Spurensuche in unsere Kindheit begeben und entdeckt: Dass wir drei später alle einen Beruf rund um Bücher ausüben würden, stand irgendwie schon immer fest.

Peter 2Na, wem gehört das freche Grinsen? Na klar, das ist unser Hahn im Korb, Herr Peter Marsh. Schon als kleiner Dreikäsehoch hat er sich gern verrückte Geschichten ausgedacht und über einen gelungenen Streich mehr als herzlich lachen können. Seine Lieblingsbücher? Selbstverständlich alles rund um Indianer. Um J.F. Coopers „Der Bienenjäger“ lesen zu können, brachte er sich als Knirps sogar Frakturlesen bei – handelte es sich doch um eine steinalte Ausgabe seines Großonkels. Aber einen echten Entdecker hält eben nichts auf. Außerdem konnte er sich als Kind und Jugendlicher für Klassiker wie „Der Zauberer von OZ“ begeistern, aber auch für die wildromantischen Erzählungen „Adlers Dank“ von Edith Klatt und W. Heinrich „Die Söhne der großen Bärin“. Schon bei den Titeln hört man das Lagerfeuer knistern und die Prärie unter den Mokassins die Fußsohlen kitzeln. Kein Wunder also, dass er auch als Erwachsener gerne Geschichten erzählt.

das Éeny 2Erkennen Sie die Dame mit der steilen Frisur? Richtig, das ist das Gegenstück zu Herrn Peter Marsh, Frau Eeny Marsh. Schon als kleiner Knopf konnte sie nicht genug von spannenden Geschichten bekommen – die optimale Vorbereitung, um später für andere zu schreiben. Ihre Lieblingsbücher waren Kinderbuchklassiker wie „Die drei kleinen Schweinchen“, „Ecke Necke Pen“, die Märchen von Hans Christian Andersen und Wilhelm Hauff und Abenteuerromane wie „Robinson Crusoe“. Ein wenig Wilder Westen darf natürlich nicht fehlen – auch „Winnetou 1 bis 3“ gehörten zur Lektüre. Die Haare stehen ihr heute übrigens höchstens noch bei Logik- und Grammatikfehlern zu Berge.

SarahWer schaut denn da so andächtig? Natürlich, die Dritte im Bunde. Frau Sarah Rubal hat schon in der 1. Klasse ganze Buchreihen unter der Bettdecke im Licht der Taschenlampe gelesen und dabei so ziemlich alles verschlungen, was sie finden konnte. Der größte Lesespaß waren für sie „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Grahame, die Bücher von Ottfried Preussler, später die von Wolfgang Hohlbein und natürlich darf auch der gute „Lederstrumpf“ in dieser Sammlung nicht fehlen. Heute liest und hört sie sich queerbet durch die Bestsellerlisten.

Ghostwriter für ein Kinderbuch gesucht?

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eyellam via flickr (CC BY 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Lesen gehört zu den schönsten Erfahrungen, die diese Welt für uns bereithält. Noch bevor wir selbst zu lesen beginnen, erleben wir all die aufregenden Geschichten unserer Kindheitshelden durch die abendliche Gute-Nacht-Geschichte mit, spätestens mit dem Schulalter werden diese dann von den neuen Helden selbst gelesener Bücher abgelöst.

Kinder- und Jugendbücher gehören zu den erfolgreichsten Genres der Buchbranche. Das Wunderbare an ihnen: Man braucht für sie nichts als die eigene Fantasie und ein wenig Inspiration.  Wir lieben das Ghostwriting für Kinderbücher und hatten bereits die Ehre, dem ein oder andere kleinen Helden auf die Welt zu verhelfen, der nun Kinderaugen groß werden lässt.

Vielleicht kommt uns zu Gute, dass wir selbst seit Kindertagen verrückt sind nach guten Büchern, vielleicht auch die vielen Regalkilometer, die wir als Eltern unseren eigenen Kindern vorgelesen haben: Wenn es um das Ghostwriting eines Kinderbuchs geht, beginnen wir, die Welt mit Kinderaugen zu sehen – die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Kinderbuch.

Hier können Sie mehr zu unseren Leistungen als Ghostwriter für Kinderbuch erfahren.

Nicht nur Ghostwriter – sondern auch Ghostgrafiker

800px-Conté_crayonsViele Bücher bekommen erst durch die richtigen Grafiken und Illustrationen das richtige Flair. Bei Kinderbüchern wird von den meisten Verlagen sogar verlangt, dass die Illustrationen gleich zu dem Text mitgeliefert werden. Das Ghostwriter-Team arbeitet mit mehreren Grafikern und professionellen Fotografen zusammen, die sich auf unterschiedliche Stile und Betrachtungsweisen verstehen. Auf diese Weise können sehr individuelle Illustrationen optimal für Ihr Buch entwickelt werden. Darüber hinaus bearbeiten professionelle Grafiker aus unserem Verlagsumfeld Ihre Schaubilder, Tabellen, Fotos oder originale Dokumente, um diese in Ihren Text miteinzubauen. Diese Zusammenarbeit mit anderen Geistern, die, ebenso wie wir, für immer unsichtbar bleiben – daher auch „Ghostgrafiker“ – ist Bestandteil unseres Angebots für Sie. Ganz gleich ob ein Fachbuch, ein historisches Sachbuch, ein Kinderbuch oder ein anderes Buch, bei dem auf Illustrationen und Grafiken nicht verzichtet werden kann, wir übernehmen die Gestaltung für Sie. Dazu gehört, sofern Sie sich für die Veröffentlichung in einem der mit uns zusammen arbeitenden Verlage entscheiden, auch die Gestaltung des Covers. Gerne senden wir Ihnen bei Bedarf eine Auswahl an Illustrationen und Grafiken zu.

Wie arbeitet das Ghostwriter-Team eigentlich?

archiveDiese Frage wird uns als Ghostwriter besonders häufig gestellt, deshalb wollen wir sie in einem eigenen Blogpost beantworten. Jedes neue Projekt beginnt mit dem ersten Kontakt durch den Autor. Damit wir einschätzen können, was an Zeit, Mitteln und Umfang auf uns zu kommt, ist es hilfreich, uns gleich in der ersten Mail ein paar wichtige Eckdaten mitzuteilen: Was ist das grobe Thema das Buchprojekts, welchen Umfang soll das fertige Buch haben, gibt es einen gewünschten Veröffentlichungstermin und wie viel „Vorarbeit“ ist bereits geleistet? Auf diese Weise bekommen wir ein Gefühl für die Geschichte/den Auftrag und können Ihnen sofort sagen, ob wir die Richtigen für Ihre Idee sind. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Ghostwriting für Biografien, Romanen, historischen Romanen und klassischen Sachbüchern. Auch Reden und Zeitungsartikel schreiben wir gerne und verfügen in diesem Bereich über geballte Teamerrfahrung.

Der Startschuss für Ihr Buchprojekt

Wenn nach dem ersten Kontakt klar ist, dass die „Chemie“ stimmt, kann es losgehen. Am Anfang des neuen Buchprojekts als Ghostwriter steht das persönliche Kennenlernen zwischen Autor und Ghostwriter-Team, bei dem wir uns gegenseitig beschnuppern. Dabei werden, je nach Art des Projekts, bereits erste Tonbandaufnahmen gemacht. Wir bieten Ihnen nicht nur die Betreuung als Ghostwriter, sondern auf Wunsch auch die Veröffentlichung in einem unserer Verlage inklusive der entsprechenden Vermarktung über eine eigene Autorenhomepage und den kompletten Vertrieb des Buches an. Anschließend an dieses erste Treffen werden weitere Termine vereinbart, in denen Tonbandmaterial gesammelt wird, Fotos angesehen werden und das zu verarbeitende Material zusammengestellt wird. Ergänzend zum Tonbandmaterial kann dann noch eine weitere Recherche in Archiven, Fachbüchern oder ähnlichem erfolgen. Auf diese Weise fördern wir manchmal Erstaunliches zu Tage und runden Ihre Geschichte ab. Nach der Transkription der Tonbänder wird die Hauptgeschichte auf ein langes Stück Tapete in unserem Büro gezeichnet und an an die Wand geheftet, so dass wir uns gedanklich richtig in die Geschichte hineinbegeben können. Gleichzeitig werden die Ereignisse chronologisch in einer Zeitleiste geordnet. Das ist vor allem bei Biografien und biografischen Romanen wichtig. Wenn es sich hingegen um ein Fachbuch handelt, folgt jetzt eine Phase intensiver Recherche.

Die Erfolgsformel des Ghostwriter-Teams

Für das Ghostwriter-Team hat sich eine ganz besondere Form der Zusammenarbeit bewährt gemacht: Da wir im Team schreiben, legt einer ein grobes Gerüst für das Buch an. Anschließend schreibt der erste zehn bis zwanzig Seiten, schickt sie zum nächsten, dieser korrigiert, verbessert und ergänzt die Seiten und schreibt weitere zehn bis zwanzig, um diese dann weiterzuschicken. So entsteht eine besonders dichte, gut recherchierte und intensiv erzählte Geschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Wir sind ein eingespieltes Team, das bereits so manches Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht hat. Dieses so entstandene Manuskript wird dann in Zusammenarbeit mit dem Autor weiter verfeinert. Der Autor – das sind und bleiben Sie! Wir sind die Geister, die im Verborgenen an Ihrer Geschichte arbeiten.

Was macht ein Ghostwriter eigentlich?

Flickr_-_boellstiftung_-_Laptop_auf_dem_Schoß_(1)Was genau macht ein Ghostwriter eigentlich? Und: wie wird man einer? Das sind Fragen, die uns immer wieder gestellt werden – deshalb machen wir sie zum Thema.
Durch das Internet hat die Bedeutung geschriebener Texte zugenommen, doch auch außerhalb ist eloquente Sprache von großer Wichtigkeit.
Ghostwriter schreiben Aufsätze für Fachzeitschriften, PR-Texte, wissenschaftliche Arbeiten, Reden, Corporate Books (Bücher von Firmen) und belletristische Literatur wie Romane, Krimis und Biografien. Dabei ist die Arbeit sehr unterschiedlich.

Die englische Bezeichnung ghostwriter, für die es kein deutsches Äquivalent gibt, zeigt schon, worauf es beim Ghostwriting ankommt: Ein Ghostwriter schreibt – und ist dabei unsichtbar wie ein Geist. Seine Urheberschaft an einem Text bleibt das Geheimnis zwischen ihm und seinem Kunden.

Ein ganzes Leben in einem Buch

Den Wunsch, die eigene Biografie in einem Buch aufzuschreiben, haben nicht nur Schauspieler, Politiker oder Musiker – auch immer mehr Privatpersonen finden daran gefallen. Hier wird der Ghostwriter je nach Auftrag zum persönlichen Biograf, der Historisches recherchiert und in zahlreichen Gesprächen die einzelnen Elemente der Biografie zusammenfügt. Hier ist vor allem Geschichtswissen gefragt und ein großes Einfühlungsvermögen.

Aus einer Idee wird eine Geschichte

Bei Romanen greift der Ghostwriter eine Buchidee des Auftraggebers auf und entwickelt daraus eine Geschichte. Dabei kommt es darauf an, das jeweilige Genre zu beherrschen – ob Krimi oder Abenteuerroman.

Coaching/Korrektorat

Manchmal haben Kunden ein halbfertiges Manuskript in der Schublade – mit dem sie einfach nicht weiterkommen. Es kann eine Schreibblockade sein oder schlicht Zeitmangel, die sie daran hindern, das Buch oder den Aufsatz fertigzustellen. Oft verfügen Autoren auch noch nicht über die nötige Erfahrung. An dieser Stelle wird der Ghostwriter zu einem Berater, der das Manuskript überarbeitet und fertigstellt und/oder hilfreiche Tipps zur Veröffentlichung gibt. Das sogenannte Korrektorat geht weit über das Lektorat hinaus, weil es den Text mit Sachkenntnis verbessert und nicht nur auf Rechtschreibung und Grammatik achtet.

Sachbücher und Fachartikel

Nicht nur in der Wissenschaft gilt: Publizieren, publizieren, publizieren. Wer nichts veröffentlicht, wird unsichtbar. Das gilt auch für Unternehmen, die am Markt ein Expertenimage pflegen. Aber gute Fachartikel oder Bücher zu schreiben, kostet Zeit – und nicht jeder ist auch sprachlich ein Experte. Ein Ghostwriter greift hier die ihm zur Verfügung gestellten Infos aus und verwandelt sie in einen guten Text.

Der perfekte Auftritt

Nicht jeder gute Redner ist auch ein guter Schreiber. Um das eigene Anliegen gut formuliert vorzutragen, braucht es einiges an sprachlichem Verve. Genau hier kommt der Ghostwriter ins Spiel, der das übernimmt. Halten müssen Sie die Rede trotzdem selbst – gegen Lampenfieber hilft auch kein Ghostwriter.

Der erste Eindruck zählt!

Für den richtigen ersten Eindruck sorgen Ghostwriter auch, wenn sie Bewerbungen professionell gestalten oder auf Datingportalen Profilen den richtigen textlichen Schliff verleihen.

Aber wie wird man denn nun eigentlich zu einem Ghostwriter? Ein Ghostwriter ist prinzipiell jemand, der das Schreiben – und das Lesen! – liebt und sich mit Büchern und dem geschriebenen Wort auskennt. Aus diesem Grund sind Ghostwriter häufig selbst Autoren, Journalisten oder PR-Fachleute. Dann kommt es auf den spezifischen Hintergrund an – wer akademisches Ghostwriting macht, muss sich im wissenschaftlichen Arbeiten auskennen. Bei Biografien geht es vor allem darum, ein gutes Gespür für den anderen zu entwickeln – und sich mit Quellenarbeit und Recherchen auszukennen. Ein Merkmal teilen allerdings alle guten Ghostwriter: Absolute Verschwiegenheit – denn darauf basiert das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Ghostwriter.

Ein Ghostwriter für alle Fälle

600px-AmourWer das Wort Ghostwriter hört, denkt oft zuerst an den bekannten Kinofilm oder an Prominente wie Helmut Kohl, dessen unglückliche Zusammenarbeit mit einem Ghostwriter jüngst für Schlagzeilen sorgte. Ghostwriter gibt es vermutlich schon so lange, wie es das Schrifttum gibt – in früheren Zeiten beschäftigten Herrscher ganze Kanzleien von Schreibern und persönlichen Biografen. Es war ihre Aufgabe, das Leben und Wirken des Herrschers in einem möglichst guten Licht dastehen zu lassen – ein Licht, das seinen Platz in der Geschichte dauerhaft prägen würde. Es gehört zur Berufsehre eines Ghostwriters, dass sein Wirken nie publik wird – und wenn er seinen Job gut macht, ist sein Werk auch vor neugierigen Forschern und Reportern sicher. Auch einfache Menschen, die nie Lesen und Schreiben gelernt haben, gaben früher gegen Bezahlung Berufsschreibern den Auftrag, für sie Briefe zu schreiben und überließen ihnen die Wortwahl. Liebesbriefe erfreuten sich dabei besonderer Beliebtheit – denn mit den richtigen Worten erobert man nicht nur Untertanen, sondern auch Herzen, das wusste man auch früher. Das Internet und die Neuen Medien haben dem Beruf des Ghostwriters viele neue Betätigungsgebiete erschlossen.

Heute ist die Arbeit eines Ghostwriters sehr viel breiter gefächert. Nicht nur Prominente und Wohlhabende nehmen seine Dienste in Anspruch, sondern sein Handwerk ist an vielen Stellen gefragt: Ghostwriter schreiben Reden für Politiker und Unternehmensberater, sie überarbeiten redaktionelle Beiträge für Magazine und schreiben wissenschaftliche Abhandlungen, sie helfen dabei, einer Bewerbung den professionellen Schliff zu verleihen und greifen verzweifelten Studenten unter die Arme. Sie schreiben Drehbücher, Widersprüche und Anträge. Sogar die Selbstbeschreibungen und Kontaktanfragen bei Online-Partnerbörsen werden nicht selten von Ghostwritern geschrieben. Eines ist dem Beruf der Ghostwriter gleich geblieben: Es ist ihrer Kunst zu verdanken, wenn Sätze zu Schlüsseln werden, die Herzen aufschließen, die Geschichten erzählen, die Menschen über Jahrhunderte und Entfernungen hinweg verbinden; sie sind es, die im Zweifelsfall Informationen zu Wissen verwandeln und dafür sorgen, dass die Gedanken anderer durch Worte die richtigen Kleider bekommen.

Ich habe schon meine Kinderbücher umgeschrieben

Doreen Marsh
Doreen Marsh

Vor ein paar Tagen fand ich eine interessante Mail in unserem Postfach – die ich samt Antwort – natürlich mit dem Einverständnis unserer Kundin – hier veröffentliche, denn ich bin mir sicher, dass noch mehr Menschen da draußen gerne wissen möchten, wer eigentlich hinter dem Ghostwriter-Team steckt:

„Hallo liebes Ghostreiterteam,

seid ihr nur drei, oder gibt es auch noch mehr von euch? Mich würde auch interessieren, wie speziell Doreen zu diesem Beruf gekommen ist. Sie kommt mir so unheimlich bekannt vor. Der Vorname stimmt noch, aber ich glaube, ich habe sie früher wirklich öfter gesehen, bin mir da aber nicht so ganz sicher. Mein Mann sagte mir, bevor wir euch mit unserem eigentlichen Anliegen kontaktieren, soll ich einfach mal nachfragen, damit ich endlich Ruhe gebe, ob es die Doreen ist, welche uns früher immer so lieb betreute und warum sie jetzt Bücher schreibt. Allerdings weiß man ja, wie klein die Welt oft ist.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.“

Ann-Marie H. aus Neubrandenburg

Das war meine Antwort:

„Hallo liebe Ann-Marie,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Fragen, die ich gern beantworten will.
Da wir über unsere Autoren oft am Ende eines biografischen Romans alles, nicht nur aus dem privaten Bereich, wissen, sollten Autoren im Gegenzug natürlich auch das Recht haben, etwas über uns zu erfahren.

Zu Ihrer ersten Frage; ja, wir sind nur drei Autoren. Leider, denn Arbeit gibt es reichlich. Gerade der Beruf des Ghostwriters setzt jedoch einige Eigenschaften und Verhaltensregeln voraus, welche unerlässlich sind.

Liebe Ann-Marie, es ist gut möglich, dass Sie mich tatsächlich noch aus Neubrandenburg kennen. Ich komme beruflich ursprünglich aus dem Bereich Finanzen und Recht und hatte so natürlich mit sehr vielen Menschen zu tun.
Ich habe mit dem Schreiben schon als kleines Mädchen begonnen und erzähle es  im Detail hier zum ersten Mal.

Ich „borgte“ mir oft die Taschenlampe von meinem Bruder, der sich dann wunderte, dass die Batterien so schnell leer waren. Damit ließ es sich aber prima unter der Bettdecke lesen, wenn man noch nicht schlafen wollte. So verschlang ich schon sehr früh viele Bücher. Allerdings war ich oft anderer Meinung als die Schriftsteller. Die Wege, welche die Helden in den Büchern einschlugen, waren oft nicht meine.

Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Kinderbuch, dessen Ende mir überhaupt nicht gefiel. Ich trennte die „falschen“ Seiten kurzerhand heraus, schrieb den jeweiligen Part so, dass er mir gefiel und natürlich auch das „richtige“ Ende der Geschichte. Mein Bruder half mir dann, die neuen Seiten ordentlich in das Buch zu kleben.

Das Problem war nur: ich hatte vergessen, dass es nicht unser Buch war, sondern eins aus der Bücherei. Das gab Ärger!

Später, als ich meinen Mann traf, entwickelte sich alles wie von selbst und auch ich folgte dann mit dem Ghostwriten meiner eigentlichen Berufung: Dem Schreiben.

Ihre Doreen Marsh“