Ghostwriting für einen Roman?

Deckle_edge_book_(Chaucer)Was macht einen guten Roman aus? Eine spannende Geschichte, die den Leser von Anfang an fesselt. Jeder von uns kennt diese Bücher, die wir am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollen, weil wir unbedingt wissen möchten, wie es weitergeht. Ein guter Roman muss also nicht nur gut geschrieben sein, sein Plot muss den Leser überraschen. Genau an diesem Punkt entsteht die Schnittstelle zwischen Ghostwriter und Autor. Haben Sie vielleicht eine tolle Idee im Kopf, aber wissen nicht, wie Sie sie zu Papier bringen? Oder ist der Plot in Ihren Gedanken perfekt, doch das Geschriebene wird ihm nicht gerecht? Dann sind Sie beim Ghostwriter-Team genau richtig. Wir blicken auf die Erfahrung einer Vielzahl geschriebener Romane zurück; wir wissen, was eine Story spannend macht – und wie man sie schreibt. Während andere sich vor allem auf das akademische Ghostwriting spezialisieren, liegt unser Augenmerk auf

Ob Ghostwriting oder Coaching….

Unser Angebot als Ghostwriter an Sie ist vielfältig: Gerne überarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen Ihr Manuskript, um ihm den nötigen „Pfiff“ zu verleihen oder helfen Ihnen in gemeinsamen Coaching-Gesprächen, Ihre Geschichte auszuarbeiten. Wenn für Sie vor allem wichtig ist, dass Ihre Idee verwirklicht wird, dann schreiben wir den kompletten Roman für Sie.

Weitere Infos zu unserem Angebot Ghostwriting für Romane finden Sie hier.

Ihre Biografie – unsere Herzensangelegenheit

Quisling_libraryNicht nur prominente Leute haben Lust darauf, ihre ganz persönliche Lebensgeschichte in einem Buch aufzuschreiben. Jedes Leben ist einzigartig, mit besonderen Erinnerungen an persönliche Erlebnisse und die ganz großen Ereignisse in der Zeitgeschichte. Die eigenen Memoiren aufzuschreiben ist ein wunderschönes Geschenk an die eigene Familie, aber auch an andere Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. So wird das eigene Leben unvergänglich gemacht.

Wie entsteht eine Biografie?

Aber wie genau schreibt man eine Biografie? Wie recherchiert man die Dinge, an die man sich nicht mehr ganz genau erinnert? Genau hier hilft das Ghostwriter-Team: In unserem Team vereint sich Erfahrung im Schreiben und Publizieren mit historischer Fachkenntnis. Das Ghostwriting Ihrer Biografie ist für uns eine echte Herzensangelegenheit. Wir als Ghostwriter nehmen uns Zeit, in vielen Gesprächen Ihre Lebensgeschichte aufzuzeichnen, wir recherchieren in Archiven und Büchern und entwickeln so mit Ihnen gemeinsam Ihre ganz persönliche Biografie: einzigartig, authentisch und fesselnd für den Leser. Dabei tauchen wir gemeinsam mit Ihnen tief in Ihre Lebensgeschichte ein. Nach der ersten Kontaktaufnahme vereinbaren wir eine Reihe von Treffen, auf denen das Diktiergerät natürlich ein unverzichtbarer Begleiter ist. Anhand von Fotos und Aufzeichnungen machen wir uns ein Bild vom „roten Faden“ Ihres Lebens und entwickeln gemeinsam mit Ihnen daraus eine Geschichte.

Hier erfahren Sie mehr über unsere Leistung Ghostwriting für Biografie oder Lebensgeschichte.

Ihre Familiengeschichte oder die Geschichte Ihres Unternehmens? Wir schreiben sie für Sie!

Vielleicht wollen Sie nicht nur Ihre Geschichte, sondern die Ihrer Familie oder Ihres Unternehmens erzählen? Vielleicht leben Sie auch in einem Stadtviertel, das Besonderes erlebt hat oder sind auf der Suche nach Weggefährten, die Sie schon lange nicht mehr gesehen haben? Auch dann sind wir genau der richtige Ansprechpartner für Sie. Wir recherchieren für Sie in Archiven und auf Standesämtern, tragen Informationen zusammen und führen Interviews. So entsteht aus vielen Puzzlestücken die Geschichte Ihres Unternehmens, Ihre Familiengeschichte oder jener besondere Teil Ihrer Memoiren.

Hier erfahren Sie mehr über unser Angebot Ghostwriting für eine Familienchronik.

Hier erfahren Sie mehr über unser Angebot Ghostwriting für eine Unternehmenschronik.

Was macht ein Ghostwriter eigentlich?

Flickr_-_boellstiftung_-_Laptop_auf_dem_Schoß_(1)Was genau macht ein Ghostwriter eigentlich? Und: wie wird man einer? Das sind Fragen, die uns immer wieder gestellt werden – deshalb machen wir sie zum Thema.
Durch das Internet hat die Bedeutung geschriebener Texte zugenommen, doch auch außerhalb ist eloquente Sprache von großer Wichtigkeit.
Ghostwriter schreiben Aufsätze für Fachzeitschriften, PR-Texte, wissenschaftliche Arbeiten, Reden, Corporate Books (Bücher von Firmen) und belletristische Literatur wie Romane, Krimis und Biografien. Dabei ist die Arbeit sehr unterschiedlich.

Die englische Bezeichnung ghostwriter, für die es kein deutsches Äquivalent gibt, zeigt schon, worauf es beim Ghostwriting ankommt: Ein Ghostwriter schreibt – und ist dabei unsichtbar wie ein Geist. Seine Urheberschaft an einem Text bleibt das Geheimnis zwischen ihm und seinem Kunden.

Ein ganzes Leben in einem Buch

Den Wunsch, die eigene Biografie in einem Buch aufzuschreiben, haben nicht nur Schauspieler, Politiker oder Musiker – auch immer mehr Privatpersonen finden daran gefallen. Hier wird der Ghostwriter je nach Auftrag zum persönlichen Biograf, der Historisches recherchiert und in zahlreichen Gesprächen die einzelnen Elemente der Biografie zusammenfügt. Hier ist vor allem Geschichtswissen gefragt und ein großes Einfühlungsvermögen.

Aus einer Idee wird eine Geschichte

Bei Romanen greift der Ghostwriter eine Buchidee des Auftraggebers auf und entwickelt daraus eine Geschichte. Dabei kommt es darauf an, das jeweilige Genre zu beherrschen – ob Krimi oder Abenteuerroman.

Coaching/Korrektorat

Manchmal haben Kunden ein halbfertiges Manuskript in der Schublade – mit dem sie einfach nicht weiterkommen. Es kann eine Schreibblockade sein oder schlicht Zeitmangel, die sie daran hindern, das Buch oder den Aufsatz fertigzustellen. Oft verfügen Autoren auch noch nicht über die nötige Erfahrung. An dieser Stelle wird der Ghostwriter zu einem Berater, der das Manuskript überarbeitet und fertigstellt und/oder hilfreiche Tipps zur Veröffentlichung gibt. Das sogenannte Korrektorat geht weit über das Lektorat hinaus, weil es den Text mit Sachkenntnis verbessert und nicht nur auf Rechtschreibung und Grammatik achtet.

Sachbücher und Fachartikel

Nicht nur in der Wissenschaft gilt: Publizieren, publizieren, publizieren. Wer nichts veröffentlicht, wird unsichtbar. Das gilt auch für Unternehmen, die am Markt ein Expertenimage pflegen. Aber gute Fachartikel oder Bücher zu schreiben, kostet Zeit – und nicht jeder ist auch sprachlich ein Experte. Ein Ghostwriter greift hier die ihm zur Verfügung gestellten Infos aus und verwandelt sie in einen guten Text.

Der perfekte Auftritt

Nicht jeder gute Redner ist auch ein guter Schreiber. Um das eigene Anliegen gut formuliert vorzutragen, braucht es einiges an sprachlichem Verve. Genau hier kommt der Ghostwriter ins Spiel, der das übernimmt. Halten müssen Sie die Rede trotzdem selbst – gegen Lampenfieber hilft auch kein Ghostwriter.

Der erste Eindruck zählt!

Für den richtigen ersten Eindruck sorgen Ghostwriter auch, wenn sie Bewerbungen professionell gestalten oder auf Datingportalen Profilen den richtigen textlichen Schliff verleihen.

Aber wie wird man denn nun eigentlich zu einem Ghostwriter? Ein Ghostwriter ist prinzipiell jemand, der das Schreiben – und das Lesen! – liebt und sich mit Büchern und dem geschriebenen Wort auskennt. Aus diesem Grund sind Ghostwriter häufig selbst Autoren, Journalisten oder PR-Fachleute. Dann kommt es auf den spezifischen Hintergrund an – wer akademisches Ghostwriting macht, muss sich im wissenschaftlichen Arbeiten auskennen. Bei Biografien geht es vor allem darum, ein gutes Gespür für den anderen zu entwickeln – und sich mit Quellenarbeit und Recherchen auszukennen. Ein Merkmal teilen allerdings alle guten Ghostwriter: Absolute Verschwiegenheit – denn darauf basiert das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Ghostwriter.

Ein Ghostwriter für alle Fälle

600px-AmourWer das Wort Ghostwriter hört, denkt oft zuerst an den bekannten Kinofilm oder an Prominente wie Helmut Kohl, dessen unglückliche Zusammenarbeit mit einem Ghostwriter jüngst für Schlagzeilen sorgte. Ghostwriter gibt es vermutlich schon so lange, wie es das Schrifttum gibt – in früheren Zeiten beschäftigten Herrscher ganze Kanzleien von Schreibern und persönlichen Biografen. Es war ihre Aufgabe, das Leben und Wirken des Herrschers in einem möglichst guten Licht dastehen zu lassen – ein Licht, das seinen Platz in der Geschichte dauerhaft prägen würde. Es gehört zur Berufsehre eines Ghostwriters, dass sein Wirken nie publik wird – und wenn er seinen Job gut macht, ist sein Werk auch vor neugierigen Forschern und Reportern sicher. Auch einfache Menschen, die nie Lesen und Schreiben gelernt haben, gaben früher gegen Bezahlung Berufsschreibern den Auftrag, für sie Briefe zu schreiben und überließen ihnen die Wortwahl. Liebesbriefe erfreuten sich dabei besonderer Beliebtheit – denn mit den richtigen Worten erobert man nicht nur Untertanen, sondern auch Herzen, das wusste man auch früher. Das Internet und die Neuen Medien haben dem Beruf des Ghostwriters viele neue Betätigungsgebiete erschlossen.

Heute ist die Arbeit eines Ghostwriters sehr viel breiter gefächert. Nicht nur Prominente und Wohlhabende nehmen seine Dienste in Anspruch, sondern sein Handwerk ist an vielen Stellen gefragt: Ghostwriter schreiben Reden für Politiker und Unternehmensberater, sie überarbeiten redaktionelle Beiträge für Magazine und schreiben wissenschaftliche Abhandlungen, sie helfen dabei, einer Bewerbung den professionellen Schliff zu verleihen und greifen verzweifelten Studenten unter die Arme. Sie schreiben Drehbücher, Widersprüche und Anträge. Sogar die Selbstbeschreibungen und Kontaktanfragen bei Online-Partnerbörsen werden nicht selten von Ghostwritern geschrieben. Eines ist dem Beruf der Ghostwriter gleich geblieben: Es ist ihrer Kunst zu verdanken, wenn Sätze zu Schlüsseln werden, die Herzen aufschließen, die Geschichten erzählen, die Menschen über Jahrhunderte und Entfernungen hinweg verbinden; sie sind es, die im Zweifelsfall Informationen zu Wissen verwandeln und dafür sorgen, dass die Gedanken anderer durch Worte die richtigen Kleider bekommen.

Nicht nur Promis suchen Ghostwriter

Flickr_-_boellstiftung_-_DiktiergerätInzwischen arbeiten nicht nur Prominente wie Politiker und Sportler mit erfahrenen Ghostwritern zusammen, sondern auch immer mehr Privatmenschen, die ihre Lebensgeschichte oder die ihrer Familie professionell aufzeichnen lassen und in ein Buch verwandeln. Auf diese Weise wird die eigene Biografie zu einem Vermächtnis. Jedes Leben entsteht aus der große Zeitgeschichte und den persönlichen Erinnerungen, die zusammen jenes unverwechselbare Muster weben, aus dem unser Leben besteht. Nicht nur für Verwandte und Freunde entsteht so ein Schatz der Familienhistorie in Buchform, sondern auch viele Leser schätzen die persönlichen Geschichten von Menschen, mit denen sie sich identifizieren können. Die Alltagsgeschichte im Kontext der Zeitgeschichte birgt für jeden von uns gemeinsame Erinnerungen, Momente, in denen wir uns wiederfinden.

Für einen Ghostwriter ist eine solche Biografie ein spannendes Projekt, das bedeutet, die Lebens- oder Familiengeschichte eines anderen ganz nah an sich heranzulassen. Das Diktiergerät ist ein unverzichtbarer Begleiter bei den Treffen, die oft sehr zwangslos sind. Bei langen Spaziergängen oder einer guten Tasse Kaffe entsteht das notwendige Vertrauen, das für ein solches Projekt notwendig ist. Oft sind viele Stunden Aufzeichnungen notwendig, um den roten Faden eine Biografie zu spinnen. Dann beginnt das eigentliche Ghostwriten – auf den Notizen und Sprachaufzeichnungen entwickelt sich das fertige Buch. Die Geschichten können sehr unterschiedlich sein: Mal ist es ein regelrechtes Familienepos über mehrere Generationen, das zum Beispiel entlang der Geschicke eines Familienunternehmens erzählt wird, mal sind es die ganz persönlichen Erinnerungen eines Menschens, der auf sein bewegtes Leben zurückschaut und durch das eigene Buch all jenen ein Denkmal setzt, die er liebte und mal sind es besondere Ereignisse, die eine Gruppe von Menschen oder eine Familie zusammengeschweißt haben. Das eigene Leben, die eigene Geschichte in Buchform – das ist ein Vermächtnis der außergewöhnlichen Art. Für uns Ghostwriter heißt das, mit Herz und Seele in ein anderes Leben einzutauchen und es mit unserer Arbeit unvergänglich zu machen. Eine echte Herzensarbeit!

Ich habe schon meine Kinderbücher umgeschrieben

Doreen Marsh
Doreen Marsh

Vor ein paar Tagen fand ich eine interessante Mail in unserem Postfach – die ich samt Antwort – natürlich mit dem Einverständnis unserer Kundin – hier veröffentliche, denn ich bin mir sicher, dass noch mehr Menschen da draußen gerne wissen möchten, wer eigentlich hinter dem Ghostwriter-Team steckt:

„Hallo liebes Ghostreiterteam,

seid ihr nur drei, oder gibt es auch noch mehr von euch? Mich würde auch interessieren, wie speziell Doreen zu diesem Beruf gekommen ist. Sie kommt mir so unheimlich bekannt vor. Der Vorname stimmt noch, aber ich glaube, ich habe sie früher wirklich öfter gesehen, bin mir da aber nicht so ganz sicher. Mein Mann sagte mir, bevor wir euch mit unserem eigentlichen Anliegen kontaktieren, soll ich einfach mal nachfragen, damit ich endlich Ruhe gebe, ob es die Doreen ist, welche uns früher immer so lieb betreute und warum sie jetzt Bücher schreibt. Allerdings weiß man ja, wie klein die Welt oft ist.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.“

Ann-Marie H. aus Neubrandenburg

Das war meine Antwort:

„Hallo liebe Ann-Marie,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Fragen, die ich gern beantworten will.
Da wir über unsere Autoren oft am Ende eines biografischen Romans alles, nicht nur aus dem privaten Bereich, wissen, sollten Autoren im Gegenzug natürlich auch das Recht haben, etwas über uns zu erfahren.

Zu Ihrer ersten Frage; ja, wir sind nur drei Autoren. Leider, denn Arbeit gibt es reichlich. Gerade der Beruf des Ghostwriters setzt jedoch einige Eigenschaften und Verhaltensregeln voraus, welche unerlässlich sind.

Liebe Ann-Marie, es ist gut möglich, dass Sie mich tatsächlich noch aus Neubrandenburg kennen. Ich komme beruflich ursprünglich aus dem Bereich Finanzen und Recht und hatte so natürlich mit sehr vielen Menschen zu tun.
Ich habe mit dem Schreiben schon als kleines Mädchen begonnen und erzähle es  im Detail hier zum ersten Mal.

Ich „borgte“ mir oft die Taschenlampe von meinem Bruder, der sich dann wunderte, dass die Batterien so schnell leer waren. Damit ließ es sich aber prima unter der Bettdecke lesen, wenn man noch nicht schlafen wollte. So verschlang ich schon sehr früh viele Bücher. Allerdings war ich oft anderer Meinung als die Schriftsteller. Die Wege, welche die Helden in den Büchern einschlugen, waren oft nicht meine.

Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Kinderbuch, dessen Ende mir überhaupt nicht gefiel. Ich trennte die „falschen“ Seiten kurzerhand heraus, schrieb den jeweiligen Part so, dass er mir gefiel und natürlich auch das „richtige“ Ende der Geschichte. Mein Bruder half mir dann, die neuen Seiten ordentlich in das Buch zu kleben.

Das Problem war nur: ich hatte vergessen, dass es nicht unser Buch war, sondern eins aus der Bücherei. Das gab Ärger!

Später, als ich meinen Mann traf, entwickelte sich alles wie von selbst und auch ich folgte dann mit dem Ghostwriten meiner eigentlichen Berufung: Dem Schreiben.

Ihre Doreen Marsh“

Jede Geschichte ist ein Abenteuer

Sarah Rubal
Sarah Rubal

Schreiben, das war schon immer meine Leidenschaft. Ghostwriten bedeutet, sich mit aller Fantasie und ganzem Engagement in die Geschichte eines anderen zu begeben – wir haben zwar klare Abläufe, wie wir mit einem Auftrag umgehen, und doch ist jede Geschichte anders und man kann sich beim Schreiben nur darauf einlassen. Diesen Prozess zu erleben, ist immer wieder hochspannend: Wie aus Notizen und Hinweisen eine Story entsteht und wie wir als Team uns gegenseitig inspirieren und so aus jedem Auftrag eine runde Sache machen. Jeder von uns hat unterschiedliche Stärken, die sich perfekt ergänzen.

Wenn ich mit dem Schreiben beginne, dann gibt es meistens eine ungefähre Richtung, in der das Buch sich entwickeln soll. Das Bemerkenswerte sind eigentlich all die kleinen Stränge, die Verwicklungen, die zusätzlichen Ideen, die dann in so ein Buch miteinfließen. Dabei kann ich gar nicht sagen, welches Metier mir mehr Spaß macht: Ich liebe es genauso, Fantasy-Geschichten auszuarbeiten wie einen spannenden Krimi zu entwickeln. Der Stolz, wenn so ein Projekt dann fertig ist, ist immer gleich. Ghostwriter bleiben immer unsichtbar, das gehört zur Berufsehre eines Ghostwriters, doch das bedeutet nicht, dass uns nicht jedes Buch sehr am Herzen liegt – immerhin begleitet es uns viele Wochen.

Ich freue mich auf jedes neue Projekt – denn jedes ist ein neues Abenteuer!

Für`s Ghostwriting braucht man viel Tapete

p.marshZum Ghostwriting braucht man erstmal jede Menge Tapeten und einen langen Tapeziertisch. Nein, ohne Quatsch. Wir bringen eine weiße Tapete quer an die Wand an. Hierauf wird eine Zeitschiene gezeichnet. In regelmäßigen Abständen gibt es Weichen, also wie zu einer Art Nebengleis, das am Ende wieder auf den Hauptstrang führt.
Hier werden alle Notizen zu den vorher nummerierten Vor-Texten chronologisch angeordnet und dies garantiert die ordnungsgemäße Einfügung späterer eventuell nachfolgender Informationen. Wenn das erledigt ist, erstellen wir eine grobe Rohfassung. Nach der Rohfassung werden Dinge wie Wetter, Jahreszeit, Infrastruktur, eben alle relevanten Dinge geprüft oder nachrecherchiert. Dann kann es auch schon losgehen.
Wir sind ja drei „Schreiber“ und jetzt muss man sich in Gedanken vorstellen, jeder von uns hat einen Buchstaben. So haben wir A, B und C.
A schreibt 10 Seiten. B liest die 10 Seiten und nimmt gleichzeitig Überarbeitungen vor und ergänzt den Text um weitere 10 Seiten. C fängt vorne an, überarbeitet die 2 x 10 Seiten und schreibt 10 neue dazu. Dann beginnt alles wieder von vorne. Es wird solange immer am Anfang begonnen, bis ein wirklich perfekter Text mit bestmöglicher Aussage entstanden ist. Irgendwann beginnt man dann an späterer Stelle. Alles verstanden?

Sach mal, Peter, wie fing das eigentlich damals alles bei dir an mit dem Ghostwriten?

Wie die ganze Sache mit dem Ghostwriting damals anfing bei mir, das ist eine nicht ganz einfach zu beantwortende und eher persönliche Frage … Es begann bei mir 1987, eher ungewollt. Wie viele andere junge Männer musste ich meiner Wehrpflicht in der damaligen NVA nachkommen. Wie es bei jungen Menschen wohl oft zu finden ist, fällt es schwer auferlegte Zwänge und Gesetze, deren tieferer Sinn sich einem nicht erschließt, zu erkennen. So geriet man eben, gerade bei der Armee, schnell in Schwierigkeiten. Statt jedoch einer Woche Armee-Arrest erhielt ich zwei Tage Sonderurlaub. Dies sorgte für allgemeines Erstaunen. Hier erkannte ich, dass gut durchdachte Worte, sei es auch nur in „Stellungnahmen“, mehr bewirken können, als Taten. In Folge hatte ich sehr viel zu tun, da es viele „Junge Genossen“ gab, die ebenfalls Probleme hatten und Dank meiner verfassten Stellungnahmen nicht arretiert wurden, oder nachdienen mussten. Meine erste Arbeit war die Memoiren eines Hauptfeldwebels, dessen Namen ich nicht nennen darf, es folgten weitere Arbeiten, da Mundpropaganda damals schon sehr viel Wirkung besaß. Nach der Wende wurde es quasi zum Nebenberuf.